Das Erste, was an Ube auffällt, ist die Farbe. Tief lila, fast unwirklich. Viele denken deshalb, dass Farbstoff drin ist. Bei echter Ube ist das aber nicht nötig. Die Farbe steckt von Natur aus in der Knolle. Wie das funktioniert und warum dein Ube Latte manchmal rosiger oder eher bläulich wird, liest du hier.
Die Farbe kommt von Anthocyanen
Ube enthält Anthocyane. Das sind natürliche Pflanzenfarbstoffe, die auch in Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Trauben und Rotkohl stecken. Sie geben Pflanzen ihre rote, lila oder blaue Farbe. In Ube stecken so viele davon, dass die ganze Knolle innen tief lila ist.
Warum verändert sich die Farbe manchmal?
Anthocyane reagieren auf den Säuregrad ihrer Umgebung. Das siehst du in der Küche:
- Säure macht rosiger. Gibst du Zitronen- oder Limettensaft dazu, wird Ube eher rosa-lila. Das siehst du zum Beispiel bei der Ube-Limettentarte.
- Basisch macht bläulicher. Zu viel Natron im Teig kann Ube bläulich oder grünlich färben.
- Neutral bleibt lila. In Milch bleibt Ube schön lila, wie im Ube Latte.
So bleibt die Farbe schön
- Zuerst in heißem Wasser aufschlagen. Dann löst sich das Pulver komplett auf und die Farbe wird gleichmäßig.
- Genug dosieren. Mit 2 bis 2,5 g pro Latte bekommst du ein deutliches Lila. Willst du es kräftiger, nimm ruhig etwas mehr.
- Vorsicht mit Natron. Nimm beim Backen lieber Backpulver oder nur wenig Natron.
- Dunkel lagern. Licht und Feuchtigkeit lassen Pulver schneller verblassen. Verschließ den Beutel gut.
Warum ist ein lila Latte manchmal knallig lila?
Siehst du ein extrem knalliges, völlig gleichmäßiges Lila, kann Farbstoff drin sein. Vor allem bei günstigen Mischungen oder „Taro“-Drinks. Schau auf dem Etikett nach E-Nummern oder „Farbstoff“. Lies auch Ist Ube dasselbe wie Taro? und Ube-Pulver kaufen: Darauf solltest du achten
Kein Farbstoff nötig
Ube-Pulver von UBE.25 besteht zu 99,7 % aus Ube und zu 0,3 % aus natürlicher Vanille. Die Farbe kommt komplett von der Ube. Probier es im Iced Ube Latte: Der lila Swirl in kalter Milch zeigt die Farbe am schönsten.
